Der Tag begann im Europäischen Parlament, wo der dänische Europaabgeordnete Kristoffer Hjort Storm Gastgeber eines von MIFF organisierten Frühstückstreffens war. Mehrere weitere Mitglieder des Europäischen Parlaments nahmen daran teil. Auszüge aus ihren Reden werden nach und nach in den sozialen Medien von MIFF veröffentlicht.
„Wir schreiben heute Geschichte. Europas grösste parteipolitisch unabhängige und nichtreligiöse proisraelische Mitgliederorganisation hält ihre erste Veranstaltung im Europäischen Parlament ab“, sagte Conrad Myrland, CEO vom MIFF International, in seiner Eröffnungsrede.
Seit 2018 hat MIFF Informationsarbeit und weitere Aktivitäten in mehreren EU-Ländern aufgebaut. Insgesamt zählen wir inzwischen über 18 000 bezahlenden Mitglieder. Im vergangenen Jahr lancierte MIFF den deutschsprachigen Zweig „Mit Israel für Frieden“ und das Webportal Israelfrieden.org.
Später am Tag besuchte MIFF die Botschaft Israels bei der EU und der NATO. Dort gab es ein Wiedersehen mit Botschafter Avi Nir-Feldklein, der Norwegen 2024 aus Protest verlassen hatte, nachdem die norwegische Regierung den „Staat Palästina“ anerkannt hatte.
Am Nachmittag besuchte MIFF die Europäische Kommission (das höchste Exekutivorgan der EU). Empfangen wurden wir von Szabolcs Horvath, Mitglied des Kabinetts von EU-Kommissarin Dubravka Šuica. Horvath ist zuständig für die Kontakte zu Israel, Jordanien, Libanon, der Palästinensischen Autonomiebehörde und Gaza. MIFF legte mehrere Kernforderungen dar, für die wir in all unseren Ländern eintreten, und nahm zudem Stellung zu einer Reihe aktueller Fragen. Nicht zuletzt warnten wir die EU davor, den Plänen der norwegischen Regierung zu folgen, Kontakte mit Juden, die in Ostjerusalem, Judäa und Samaria leben, unter Strafe zu stellen.
Die EU stellt an die Palästinensische Autonomiebehörde weit umfassendere Anforderungen als alles, was uns aus Skandinavien bekannt ist. Wir forderten die EU-Führung auf, diese Anforderungskataloge öffentlich zu machen. Zudem verlangten wir, dass EU-Zahlungen an die Autonomiebehörde an zwei klare Bedingungen geknüpft werden: die Einstellung des „Pay for Slay“-Programms, mit dem Terroristen und ihre Angehörigen belohnt werden, und die Entfernung der Hasspropaganda aus den palästinensischen Schulbüchern. Würden EU-Verantwortliche diese Missstände offener ansprechen, verstünde auch die europäische Öffentlichkeit, dass nicht Israel allein dafür verantwortlich ist, dass bis heute keine Friedenslösung zustande gekommen ist. MIFF wies darauf hin, dass eine solche Kommunikation der EU-Führung auch dazu beitragen könnte, den Antisemitismus einzudämmen, unter dem Juden in Europa leiden.
Neben den Treffen mit Vertretern der EU und Israels in Brüssel traf MIFF auch Vertreter von drei der grössten Interessenorganisationen für jüdisches Leben in Europa.
- Wir trafen Tommaso Virgili, Senior Policy Advisor beim American Jewish Committee – Transatlantic Institute.
- Wir trafen Rabbiner Menachem Margolin, Präsident und Gründer der European Jewish Association, sowie Alex Benjamin, Vizepräsident der European Jewish Association.
- Wir trafen mit einem Team des European Jewish Congress, darunter Maria Bagdasarova, Leiterin für Projekte und diplomatische Angelegenheiten.
Nach zehn Stunden mit Treffen, Taxifahrten und Wegen durch Brüssels Strassen und Korridore beschloss das MIFF-Team den Tag mit einem Abendessen mit Bert-Jan Ruissen, niederländischem Mitglied des Europäischen Parlaments. Ruissen ist stellvertretender Vorsitzender der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu Israel.
Am Dienstag, 13. Oktober, war Conrad Myrland zu Gast im in Brüssel ansässigen Podcast „Beyond the Bubble“. Das Interview soll voraussichtlich in einigen Wochen veröffentlicht werden.


