- 1937, Peel-Kommission: Grossbritannien schlägt erstmals eine Zwei-Staaten-Lösung vor. Rund 75 Prozent des Landes sollen an die Araber gehen, rund 20 Prozent an die Juden. Die arabische Führung boykottiert die Kommission und lehnt ab.
- 1947, UN-Teilungsplan: Gemäss dem Teilungsplan der Vereinten Nationen sollen die Araber 43 Prozent des Landes erhalten, die Juden 56 Prozent, grösstenteils Wüste. Jerusalem soll international verwaltet werden. Die jüdische Seite stimmt zu, die Araber lehnen ab.
- 1967, nach dem Sechstagekrieg: Israel signalisiert die Bereitschaft, die eroberten Gebiete gegen Frieden zurückzugeben. Die Araber antworten auf dem Gipfel in Khartum mit den drei Neins: Nein zum Frieden, Nein zu Verhandlungen, Nein zur Anerkennung Israels.
- 1978, Camp David: Unter Vermittlung der USA bietet Israel in den Verhandlungen mit Ägypten den Palästinensern fünf Jahre Autonomie im Westjordanland und in Gaza an, mit anschliessenden Verhandlungen über den Endstatus. Ägypten nimmt an und wird dafür aus der Arabischen Liga ausgeschlossen. Die Palästinenser lehnen ab. Israel und Ägypten leben seither in Frieden.
- 2000, erneut Camp David: In persönlicher Anwesenheit von US-Präsident Bill Clinton bietet der israelische Premierminister Ehud Barak dem Palästinenserführer Jassir Arafat 91 bis 95 Prozent des Westjordanlandes, den gesamten Gazastreifen sowie Ostjerusalem als Hauptstadt eines palästinensischen Staates an. Arafat lehnt ab.
- 2001, Taba-Gespräche: Israel bietet 97 Prozent des Westjordanlandes sowie eine territoriale Kompensation für den Rest an, dazu Teile der Jerusalemer Altstadt. Arafat bricht die Gespräche ab.
- 2008, Olmert-Plan: Israels Premierminister Ehud Olmert bietet Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas 100 Prozent des Westjordanlandes durch Gebietsaustausch an, dazu eine internationale Verwaltung der heiligen Stätten in Jerusalem. Abbas antwortet nicht.
- 2014, Kerry-Initiative: US-Aussenminister John Kerry vermittelt einen Rahmenvertrag entlang der Grenzen von 1967 mit Gebietsaustausch. Erneut scheitern die Gespräche an Abbas.
- 2020, Trump-Plan: Im Rahmen des Friedensplans der US-Regierung soll ein palästinensischer Staat auf 70 Prozent des Westjordanlandes entstehen. Die Palästinenser weigern sich, den Plan auch nur zu lesen.
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Ein Kurzvideo von Monika Diez zeichnet die Stationen nach und fragt nach dem Grund.
Monika Diez zieht daraus folgenden Schluss: „Wenn die Palästinenser wirklich einen Staat wollten, warum haben sie ihn dann immer wieder abgelehnt? Die Antwort liegt in der Erzählung der Palästinenser über Israel und über sich selbst. Denn es herrscht immer noch die Überzeugung vor, dass Israel illegitim ist und kein Existenzrecht hat. Daher das Alles-oder-nichts-Prinzip der palästinensischen Seite. Am Ende geht es nie um ein Palästina an der Seite Israels, sondern um ein Palästina an der Stelle Israels. Und wer die Vernichtung zum Ziel hat, kann keine Angebote annehmen oder Gegenvorschläge machen, die auf Koexistenz ausgerichtet sind.“
PS: In der Videoüberschrift und im Video selbst heisst es „Zehnmal wurde den Palästinensern ein eigener Staat angeboten“, aufgeführt werden aber nur die neun obigen Stationen.



