Die Menge an Lügen, die in den vergangenen Jahren über Israel verbreitet wurde, ist kaum noch zu überblicken, schreibt Andrew Fox in einem Beitrag auf Substack.
Darin nimmt er einzelne Teile der Maschinerie auseinander, die zur Verbreitung dieser modernen Blutanklagen gegen Israel beigetragen hat:
Das Fachmagazin The Lancet veröffentlichte spekulative „Studien“, in denen über Hunderttausende angebliche Tote im Gazastreifen fabuliert wurde.
NGOs wie Amnesty International und B’Tselem gelangten zu falschen Völkermord-Schlussfolgerungen, indem sie den Begriff selbst neu definierten und verwässerten.
Südafrika beschädigte im Auftrag des Iran die Völkermordkonvention und das entsprechende System der Vereinten Nationen – mit der Folge, dass es künftig schwieriger werden dürfte, tatsächliche Völkermorde zu ahnden.
Nun brechen die Behauptungen eine nach der anderen zusammen. Doch die Massenmedien schweigen darüber.
1. Die Behauptung vom „Aushungern als Kriegsmethode“
Monatelang wurden die Hungerwarnungen der IPC, einer von den Vereinten Nationen unterstützten Initiative zur Klassifizierung von Ernährungskrisen, als Beweis dafür angeführt, dass Israel den Gazastreifen aushungere. Inzwischen zeigt sich jedoch, dass die Methodik der IPC im Jahr 2025 auf unbestätigten Annahmen und fehlerhaften Modellen beruhte, die im Gazastreifen nie vor Ort überprüft worden waren.
Die Zahlen von COGAT, einer Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums, zeigen, dass zwischen Oktober 2023 und Januar 2025 mehr als eine Million Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen gelangten – deutlich mehr als der errechnete Bedarf von 825.000 Tonnen. Seit dem Frühjahr 2026 stieg die Menge weiter an.
Probleme bei der Verteilung, zerstörte Strassen und die Plünderung von Hilfskonvois durch Terroristen ändern nichts an der Tatsache, dass diese enormen Lebensmittelmengen einer israelischen Strategie zur Aushungerung der Bevölkerung unmittelbar widersprechen. Selbst die Vereinten Nationen mussten die Realität schliesslich eingestehen:
Im Juli 2026 beschuldigte ein hochrangiger Vertreter der Vereinten Nationen offiziell bewaffnete Gruppen mit Verbindungen zu den „De-facto-Behörden“ – also zur Hamas –, Lebensmittellager gestürmt, Fahrer angegriffen und systematische Plünderungen betrieben zu haben. Was lange Zeit als „israelische Propaganda“ abgetan worden war, wurde schliesslich von den Vereinten Nationen selbst bestätigt.
2. Der Missbrauch von Krankenhäusern durch die Hamas
Auch das Narrativ, die israelische Armee habe rücksichtslos unschuldige Krankenhäuser angegriffen, ist in sich zusammengebrochen. Erkenntnisse der US-amerikanischen Geheimdienste und Aussagen von Hamas-Mitgliedern selbst bestätigen, dass die Terrororganisationen das Shifa-Krankenhaus als Kommandozentrale, Waffenlager und Versteck für Geiseln nutzten.
Ein Terrorist wird nicht allein deshalb zu einem zivilen Patienten, weil er sich in einem Krankenhaus aufhält.
3. Fehlerhafte Todeszahlen
Die internationalen Medien wiederholten unablässig die Behauptung, 70 Prozent der im Gazastreifen Getöteten seien Frauen und Kinder. Im Juli 2026 veröffentlichte das UN-Nothilfebüro OCHA jedoch eine Übersicht, die auf den vom Gesundheitsministerium im Gazastreifen selbst namentlich identifizierten Toten beruhte. Demnach war der Anteil von Frauen und Kindern auf 45,2 Prozent gesunken.
Mehr als die Hälfte der Getöteten waren erwachsene Männer – obwohl diese Gruppe vor dem Krieg lediglich 25 Prozent der Bevölkerung ausmachte.
Gleichzeitig ist auch die Behauptung von der massenhaften „Tötung von Journalisten“ ins Wanken geraten. Eine Untersuchung des Meir-Amit-Zentrums zu 266 Personen, die als Journalisten aufgeführt worden waren, ergab, dass rund 60 Prozent Mitglieder terroristischer Organisationen waren oder Verbindungen zu ihnen unterhielten.
Das Committee to Protect Journalists (CPJ) musste bereits mehrere Namen von seinen Listen entfernen, nachdem nachgewiesen worden war, dass es sich bei den Betreffenden um aktive Kämpfer der Hamas oder des Palästinensischen Islamischen Dschihad handelte.
Wer in der einen Hand eine Kamera und in der anderen eine Waffe hält, wird dadurch nicht zu einem zivilen Pressevertreter.
4. Akademisches Debakel
Auch die akademische Welt bleibt von Fox’ Kritik nicht verschont. Die International Association of Genocide Scholars erklärte Israel für schuldig und behauptete fälschlicherweise, der Internationale Gerichtshof (IGH) habe einen Völkermord als „plausibel“ eingestuft – eine Behauptung, die von der früheren Präsidentin des Gerichts bereits zurückgewiesen worden war.
Nur 28 Prozent der Mitglieder des Verbandes beteiligten sich an der Abstimmung, und die Mitgliedschaft stand praktisch jedem offen. Dennoch wurde die Erklärung weltweit wie ein Urteil der „führenden Experten der Welt“ behandelt.
Menschliche Kosten: Blut an den Händen
Dabei geht es nicht nur um akademische Nachlässigkeit oder tendenziöse Berichterstattung. Die Lügen hatten für Juden in der gesamten westlichen Welt katastrophale Folgen:
Grossbritannien registrierte im Jahr 2025 rund 3700 antisemitische Vorfälle – die zweithöchste Zahl in der Geschichte des Landes.
In den USA wurden mehr als 6200 Vorfälle verzeichnet, darunter ein Rekordanstieg körperlicher Angriffe.
Hinzu kamen gewaltsame Terroranschläge: Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft wurden in Washington ermordet, und bei einer Chanukka-Feier in Sydney wurden 15 Menschen getötet. Die Liste liesse sich fortsetzen.
Die unablässige Darstellung des jüdischen Staates als „Kindermörder“ verlieh dem alten Judenhass ein neues Vokabular. Wissenschaftler, NGOs und Medien, die den Völkermordvorwurf verbreiteten, ohne Beweise abzuwarten – oder die ihre eigenen „Beweise“ fabrizierten –, haben nun Blut an den Händen, meint Fox.
Israel hätte längst von dem Vorwurf freigesprochen werden müssen, die Zivilbevölkerung des Gazastreifens vernichten zu wollen. Einzelne Vorfälle müssen selbstverständlich untersucht werden. Doch „Völkermord“ kann nicht länger als feststehende Wahrheit behandelt werden, wenn jede einzelne Säule, auf der die Anklage beruht, zusammengebrochen ist.
Nun müsste eine umfassende Aufarbeitung folgen: Fehler müssten korrigiert, Falschbehauptungen zurückgenommen und die verantwortlichen Experten und Redakteure zur Rechenschaft gezogen werden, die dieser Lüge ihren Namen und ihre Glaubwürdigkeit liehen. Doch man sollte nicht darauf warten, schreibt Fox.
„Diejenigen, die diese Blutanklagen verbreitet haben, werden weiterhin auf ihren Posten sitzen und hoffen, dass niemand bemerkt, dass ihr Ruf in Trümmern liegt.“

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