In seiner Rede vor dem Revolutionsrat der Fatah sagte Abbas laut der Übersetzung von Palestinian Media Watch: „Ruhm und Ewigkeit unseren reinen Märtyrern, Freiheit unseren tapferen Gefangenen.“ Danach bat er Allah um Erbarmen für die „Gründerbrüder“, darunter Salah Khalaf und Abu Yusuf al-Najjar, führende Köpfe des Schwarzen September, der in München elf israelische Sportler ermordete. Khalaf brachte die Waffen nach eigenen Angaben persönlich nach München. Das offizielle PA-Fernsehen strahlte die Rede tags darauf aus.
Am 24. September schlug Abbas vor der UNO ganz andere Töne an. Die Palästinenser hätten ihre Verpflichtungen erfüllt, ein umfassendes Reformprogramm umgesetzt und lehnten Gewalt und Terror entschieden ab, versicherte er per Videobotschaft. Als Beleg nannte er die Überarbeitung der Schullehrpläne in Zusammenarbeit mit der UNESCO.
Die USA sehen das anders. Das Aussenministerium verlängerte am 16. September die Visasanktionen gegen PA-Vertreter mit der Begründung, die PA zahle weiterhin Renten an Terroristen und verherrliche Terror in Schulbüchern und öffentlichen Äusserungen. Auch das Forschungsinstitut IMPACT-se stellte fest, dass die palästinensischen Lehrmittel für das laufende Schuljahr nach wie vor Hetze enthalten. PMW weist zudem auf eine neue Geschichtssendung im PA-Fernsehen hin, deren Vorspann von Bildern palästinensischer Terroristen dominiert wird.


