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Eine neue Waffenruhe hat begonnen

Israelische Soldaten an der Grenze zum Libanon (14.03.2026). In der Nacht auf heute wurde eine Waffenruhe vereinbart. (Foto: Flash90)
Waffenruhe ja, Frieden vielleicht später: Zwischen Raketen, Diplomatie und grossen Worten beginnt im Libanon ein fragiles Experiment.

Im Libanon ist eine zehntägige Waffenruhe in Kraft getreten.

In der Nacht auf Freitag begann die auf zehn Tage befristete Waffenruhe. Sie wurde zunächst vom US-Präsidenten Donald Trump angekündigt und später von Israel bestätigt.

Kurz bevor die Waffenruhe in Kraft trat, feuerte die Hisbollah mehrere Raketen auf Israel ab. Ein 25-jähriger Mann und ein 17-jähriges Mädchen wurden dabei schwer verletzt.

Dennoch scheint die Waffenruhe am Freitagmorgen zu halten.

«Ich hoffe, die Hisbollah verhält sich in dieser wichtigen Phase ruhig und vernünftig. Es wäre ein GROSSARTIGER Moment für sie, wenn sie das tut. Keine weiteren Tötungen. Endlich FRIEDEN», schrieb Trump am Donnerstagabend auf seiner Plattform Truth Social.

Die Israel Defense Forces (IDF) haben die libanesische Bevölkerung davor gewarnt, in den Süden des Libanon zurückzukehren, wo israelische Truppen weiterhin Positionen halten.

Gleichzeitig wird am Freitagmorgen berichtet, dass grosse Menschenmengen den Litani-Fluss überquert haben und sich südwärts bewegen.

Die IDF sollen die meisten Brücken über den Litani zerstört haben, um der Hisbollah den Transport von Waffen und Personal zu erschweren. Eine Brücke soll jedoch bereits repariert worden sein. Zudem wurden neue Zugangswege in den Südlibanon geöffnet.

Damit gilt aktuell eine Waffenruhe und ein Stopp der Kampfhandlungen sowohl im Libanon als auch im Iran. Zusätzlich besteht weiterhin eine Waffenruhe mit der Hamas im Gazastreifen.

Die Waffenruhe folgt kurz auf die Mitteilung der israelischen Armee, wonach die meisten militärischen Ziele im Südlibanon erreicht worden seien.

Parallel dazu laufen diplomatische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. In der Nacht auf Donnerstag erklärte Trump, dass Israels Premierminister Benjamin Netanyahu direkte Gespräche mit libanesischen Vertretern führen solle.

Die israelische Wissenschafts- und Technologieministerin Gila Gamliel behauptete später, Netanyahu werde direkt mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sprechen. Dies wurde jedoch von Aoun zurückgewiesen. Es wären die ersten direkten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten gewesen.

Dennoch finden Gespräche auf niedrigerer Ebene in den USA statt.

Netanyahu erklärte, es bestehe nun eine historische Chance für ein Friedensabkommen mit dem Libanon.

Nota bene:

Die neue Waffenruhe im Libanon wird auf demselben Modell basieren wie die Waffenruhe vom November 2024:

  1. Die Israel Defense Forces (IDF) bleiben im Libanon.
  2. Israel behält sich das Recht vor, weiterhin gegen jeden Ausbau der Fähigkeiten der Hisbollah im Libanon militärisch vorzugehen.

Als Kuriosum: 

Sehen Sie, was die IDF gestern in einer Schule im Libanon fand

Über 130 Schusswaffen wurden in einer Schule im Südlibanon entdeckt. (Foto: IDF)

Die Hisbollah hatte mehr als 130 Schusswaffen in einer Schule versteckt.

Am Donnerstag, 16. April, hat die Israel Defense Forces (IDF) im Zusammenhang mit den anhaltenden Kämpfen in der Stadt Bint Jbeil im Süden des Libanon über 130 Waffen der Hisbollah in einem Schulgebäude entdeckt.

Gefunden wurden die Waffen von Soldaten der Givati-Brigade, die gezielt daran arbeiten, Waffen sicherzustellen und die Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon zu zerstören.

Zu den sichergestellten Waffen gehörten Kalaschnikow-Gewehre, Pistolen und weitere Schusswaffen. Ausserdem wurden vor Ort Flaggen der Hisbollah gefunden.