In der Nacht auf Freitag wurde der Stand von „Mit Israel für Frieden“ (MIFF) in der südnorwegischen Stadt Arendal zum zweiten Mal in dieser Woche verwüstet. Die Täter drangen in das bereits beschädigte Zelt ein und richteten weitere Zerstörungen an.
„Die feigen Randalierer, die es nicht wagen, MIFF in einer freien und demokratischen Debatte gegenüberzutreten, haben nun auch im Inneren des Zeltes gewütet“, schreibt MIFF Norwegen.
Norwegens grösster politischer Treffpunkt
Die alljährlich im August stattfindende Arendalsuka ist Norwegens grösster politischer und gesellschaftlicher Treffpunkt. Während fünf Tagen kommen in der Küstenstadt Arendal Politiker, Parteien, Medien, Unternehmen, Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen zu Tausenden von Veranstaltungen und offenen Debatten zusammen.
Die Arendalsuka bezeichnet sich selbst als „Tanzboden der Demokratie“. Ihr erklärtes Ziel besteht darin, durch offene Debatten und gesellschaftliche Beteiligung das Vertrauen in Demokratie und politische Mitwirkung zu stärken.
MIFF ist seit Jahren fester Teilnehmer dieses Politikfestivals. Der Angriff auf unserem Stand ist somit zugleich ein Angriff auf die Demokratie.
Bereits zu Beginn der Woche angegriffen
Schon in der Nacht auf Dienstag hatten Unbekannte drei Wände und das Dach des MIFF-Zeltes beschädigt. Sie schnitten unter anderem den Davidstern aus dem MIFF-Logo heraus, entfernten das Wort „Frieden“ und schrieben „Genozid“ auf das Zelt.
Nun wurde der Stand ein zweites Mal angegriffen. Während in Arendal rund 200’000 Menschen am demokratischen Austausch teilnehmen, wird also ausgerechnet der Stand einer israelfreundlichen Organisation wiederholt zum Ziel von Einschüchterung und Zerstörung.
Bereits im Vorjahr war der MIFF-Stand während der Arendalsuka verwüstet worden. Damals wurde die damalige Leiterin des norwegischen Palästina-Komitees zu einer Geldstrafe und zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt.


