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Tausende marschieren für neue Siedlungen im Gazastreifen

Juden, die israelische Siedlungen im Gazastreifen wiedererrichten wollen, versammeln sich am 19. Juli 2026 am Grenzzaun zum Gazastreifen. (Foto: Jamal Awad, Flash90)
Mehrere rechtsgerichtete Politiker nahmen am Sonntag, dem 19. Juli, an einem Marsch zum Grenzzaun des Gazastreifens teil. Im Jahr 2005 zog sich Israel aus sämtlichen Siedlungen im Gazastreifen zurück. 8.000 Siedler wurden aus dem Gebiet zwangsumgesiedelt. Inzwischen wächst eine Bewegung, die einige der Siedlungen wiedererrichten will.

Am Sonntag, dem 19. Juli, beteiligten sich mehrere Tausend Demonstranten an einem Marsch, mit dem sie die Errichtung von drei neuen Siedlungen im Norden des Gazastreifens forderten. Die Teilnehmer versammelten sich am Strand von Zikim nördlich des Gazastreifens und zogen anschliessend nach Süden zum Grenzzaun. Dort blickten sie auf das Gebiet, in dem sich bis 2005 die Siedlung Elei Sinai befunden hatte.

An der Kundgebung nahmen rechtsextreme Politiker wie der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, und Finanzminister Bezalel Smotrich teil. Auch einige Politiker des Likud, der Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, waren anwesend.

Viele Demonstranten trugen Anstecker mit der Aufschrift „Gaza gehört uns für immer“ sowie Fahnen, die zum Bau eines dritten Tempels aufriefen, berichtet Charlie Summers in der Times of Israel.

Die Mehrheit der Israelis lehnt neue Siedlungen im Gazastreifen ab. In einer Meinungsumfrage aus dem Jahr 2024 unterstützten lediglich 19 Prozent der Befragten ein solches Vorhaben.