Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verbirgt ihre Bewunderung für Terroristen kaum, wenn es um die Benennung von Bildungs- und Jugendeinrichtungen geht.
Ein neuer Bericht der Organisation Palestinian Media Watch zeigt, dass ein zentrales Ausbildungszentrum für Jugendliche in Jericho den Namen «The Martyr Salah Khalaf Center for Training Young Leaders» trägt.
Dabei handelt es sich keineswegs um irgendeine historische Figur. Salah Khalaf, besser bekannt als Abu Iyad, war Anführer der berüchtigten Terrororganisation Schwarzer September. Besonders bekannt wurde er als Architekt des Olympia-Massakers von München 1972, bei dem elf israelische Sportler brutal ermordet wurden. Zudem war er verantwortlich für die Ermordung zweier amerikanischer Diplomaten im Sudan im Jahr darauf.
Terroristen als pädagogisches Vorbild
Für Beobachter der palästinensischen Politik ist dies ein bekanntes Muster. Indem ein Zentrum für junge Führungskräfte nach einem der zynischsten Terrorplaner der modernen Geschichte benannt wird, sendet die PA eine unmissverständliche Botschaft an die junge Generation: Wer Juden tötet, gilt als «Held».
Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, wie die PA ihre Ideologien und Werte an junge Palästinenser weitergibt. Wenn Strassen, Schulen und Jugendzentren nach Terroristen benannt werden, werden Kinder und Jugendliche täglich daran erinnert, wer ihre angeblichen «Vorbilder» sein sollen.
In den vergangenen Jahren gerieten mehrfach europäisch unterstützte Projekte in die Kritik, weil Einrichtungen oder Aktivitäten Personen ehrten, die mit Terrorakten in Verbindung stehen. MIFF wies kürzlich darauf hin, dass deutsche Steuergelder an eine NGO fliessen, die die Abschaffung Israels propagiert. Wir haben zudem darauf aufmerksam gemacht, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) weiterhin Zahlungen an inhaftierte und freigelassene Terroristen leistet (das sogenannte «Pay-for-Slay»-Programm). Doch offenbar vermag nichts die Zahlungsbereitschaft der EU ernsthaft zu erschüttern.
Das Zentrum für junge palästinensische Führungskräfte wird vom Obersten Rat für Jugend und Sport der PLO betrieben. Geleitet wird dieser von Jibril Rajoub, der Terroristen wiederholt als «Märtyrer» glorifiziert hat und sich weigert, die sogenannten «Märtyrerrenten» für in Israel inhaftierte Palästinenser zu stoppen.
Rajoub steht zudem an der Spitze des palästinensischen Fussballverbands. International sorgte er kürzlich für Schlagzeilen, als er sich weigerte, gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Moshe Zuares auf einer Bühne zu erscheinen, nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino bei einem FIFA-Kongress in Kanada versucht hatte, beide zusammenzubringen.
Europas blinder Fleck
Die Verherrlichung von Terroristen wie Abu Iyad findet in Institutionen statt, die denselben palästinensischen Behörden unterstehen, welche Milliarden an internationaler Unterstützung erhalten – darunter erhebliche Mittel aus Europa. Während europäische Regierungen regelmässig den Aufbau palästinensischer Institutionen und demokratischer Strukturen unterstützen, zeigt die Realität vor Ort oft ein anderes Bild.
Das Jugendzentrum in Jericho trägt nicht nur den Namen eines Terroristen, sondern organisiert auch Veranstaltungen zum sogenannten «Tag der Gefangenen». Kinder und Jugendliche nehmen dort an Aktivitäten teil, die Sympathie für verurteilte Terroristen fördern sollen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage, wie jemals Frieden entstehen soll, wenn Kinder systematisch dazu erzogen werden, Massenmörder als Vorbilder zu betrachten.

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