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Jeder zweite Muslim unter 40 in Deutschland ist Islamismus zugeneigt

Illustrationsbild. Von einer anti-israelische Kundgebung in Berlin-Kreuzberg, Oktober 2023.

Eine neue Studie aus Deutschland sorgt für politische Schockwellen. Demnach zeigt fast die Hälfte der Muslime unter 40 Jahren Sympathien für islamistische Ideologien – ein Befund, der Fragen nach Integration, Antisemitismus und der Stabilität der europäischen Gesellschaft aufwirft.

Islamismus unter jungen Muslimen weit verbreitet
Der sogenannte Motra-Monitor, ein vom deutschen Innenministerium unterstütztes Forschungsprojekt, kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Rund 45 Prozent der Muslime im Alter zwischen 18 und 39 Jahren zeigen latente oder manifeste Affinität zum Islamismus. Etwa ein Drittel sympathisiert zumindest unterschwellig mit entsprechenden Ideologien, während rund elf Prozent offen islamistische Positionen vertreten. Dazu gehört etwa die Vorstellung, religiöse Normen müssten über staatlichem Recht stehen. Politiker sprechen angesichts dieser Zahlen bereits von einer «gesellschaftlichen Zeitbombe» und werfen der Politik vor, die Entwicklung lange ignoriert zu haben.

Antisemitismus nimmt parallel zu
Besonders brisant ist der Zusammenhang mit antisemitischen Einstellungen. Laut derselben Untersuchung haben sich manifeste antisemitische Haltungen unter Muslimen in Deutschland in wenigen Jahren deutlich ausgeweitet. Während 2021 noch rund 12,5 Prozent entsprechende Positionen vertraten, lag der Anteil 2025 bereits bei über 27 Prozent. Beobachter warnen, dass diese Entwicklung in vielen europäischen Städten bereits spürbar sei – insbesondere in Vierteln mit hohem Anteil junger muslimischer Einwohner. Für jüdische Bürger bedeutet das wachsende Unsicherheit im Alltag. Es stellt sich die Frage, ob Europa auf eine neue Form des Antisemitismus ausreichend vorbereitet ist.

Quellen: 
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Welt