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Hamas-Agenten in Griechenland, Dänemark, Norwegen, Zypern, Deutschland und Österreich festgenommen – Hinweise auf breiteres Hamas-Netzwerk in Europa

Illustrationsbild aus eine Palästinademonstration.
Waffenlager, Schläferzellen und Anschlagspläne: Mehrere Festnahmen von Hamas-Agenten in Europa werfen Fragen auf.

Innerhalb relativ kurzer Zeit wurden mehrere mutmassliche Hamas-Agenten in Europa festgenommen. Die Entwicklung ist neu und alarmierend. Historisch verfolgten Hamas und die Muslimbruderschaft die Strategie, den „Widerstandskampf“ in Palästina als nationale Angelegenheit zu behandeln und nicht zu internationalisieren. Mehrere jüngste Festnahmen von Hamas-Mitgliedern in Europa, die entweder mit dem Aufbau von Waffenlagern für Schläferzellen oder mit konkreten Anschlagsplänen in Verbindung stehen, deuten darauf hin, dass sich dieses Muster verändert.

Juni 2026: Griechenland nimmt mutmasslichen Hamas-Agenten fest

Die griechischen Behörden haben am Samstag einen Palästinenser festgenommen, der im Verdacht steht, für die Hamas tätig zu sein und einen Terroranschlag auf israelische Ziele geplant zu haben.

In der offiziellen Mitteilung der Polizei wurde das Ziel des Anschlags nicht genannt. Nach Angaben lokaler Medien soll der Verdächtige jedoch einen Angriff auf ein israelisches Kreuzfahrtschiff vorbereitet haben.

Bei Hausdurchsuchungen auf Kreta sowie in der Hauptstadt Athen stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone, einen Laptop, externe Festplatten und Bankkarten sicher. Der staatliche Fernsehsender ERT berichtete zudem, die Polizei habe Laborausrüstung und Chemikalien gefunden, die zum Bau einer Bombe verwendet werden könnten.

Mai 2026: Zwei Hamas-Agenten in Norwegen festgenommen

Der norwegische Inlandsgeheimdienst PST nahm am 29. Mai im Raum Bergen zwei Personen fest. Den Männern wird vorgeworfen, Waffen und Munition an die Terrororganisation Hamas geliefert zu haben.

Die Beschuldigten besitzen die norwegische Staatsbürgerschaft, sollen jedoch palästinensischer Herkunft sein. Die Waffenlieferung soll im vergangenen Sommer in einem westeuropäischen Land erfolgt sein. Nach Angaben des PST besteht der Verdacht, dass die Waffen für Terroranschläge gegen jüdische Ziele in Europa bestimmt waren. Die Behörden machen jedoch keine Angaben dazu, in welchem Land ein möglicher Anschlag geplant gewesen sein könnte.

Mai 2026: Mutmassliches Hamas-Mitglied in Dänemark festgenommen

Die dänische Polizei nahm am 27. Mai 2026 einen 25-jährigen Mann fest, der im Verdacht steht, der Terrororganisation Hamas anzugehören. Die Festnahme reiht sich in eine Serie von Ermittlungen und Verhaftungen mutmasslicher Hamas-Mitglieder und Unterstützer in mehreren europäischen Ländern ein, insbesondere in Deutschland und Österreich. Dem Mann wird vorgeworfen, gegen das deutsche Waffenrecht verstossen zu haben, Mitglied einer Terrororganisation zu sein und einen Terroranschlag vorbereitet zu haben.

März 2026: Hamas-Agent auf Zypern festgenommen

Die deutschen Behörden nahmen am 6. März ein weiteres mutmassliches Mitglied der Terrororganisation Hamas fest. Der Mann soll an der Beschaffung von Waffen und Munition beteiligt gewesen sein, die für Anschläge auf jüdische oder israelische Einrichtungen in Deutschland bestimmt waren.

Nach Angaben der deutschen Bundesanwaltschaft wurde der Verdächtige, ein im Libanon geborener Mann, bei der Einreise am Flughafen von Larnaka auf Zypern festgenommen.

November 2025: Hinweise auf ein breiteres Hamas-Netzwerk in Europa

Die jüngsten Festnahmen fügen sich in eine Reihe von Ermittlungen gegen mutmassliche Hamas-Strukturen in Europa ein. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Terrororganisation in verschiedenen europäischen Ländern versucht hat, logistische Netzwerke und Waffenlager aufzubauen. Ermittler fanden in mehreren Staaten – darunter Deutschland und Österreich – Depots mit Pistolen, Sturmgewehren und Munition, darunter auch ein Arsenal in Wien. Einer der zentralen Knotenpunkte war ein in Wien entdecktes Waffenlager, das nach Angaben des Mossad Mohamad Naim, dem Sohn des hochrangigen Hamas-Funktionärs Bassem Naim, zugeordnet wird.

Die jüngsten Fälle aus Griechenland, Norwegen und Zypern nähren nun die Sorge, dass Hamas ihre Aktivitäten zunehmend über den Nahen Osten hinaus ausweitet. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies ein weiterer Hinweis darauf, dass die Organisation nicht nur finanzielle und propagandistische Strukturen in Europa unterhält, sondern auch operative Kapazitäten für mögliche Anschläge aufbaut.