Dieser Aufruf zum Völkermord stammt vom Scharia-Richter Abdallah Harb, der von der Palästinensischen Autonomiebehörde bezahlt wird. Auch PA TV, das die Botschaft verbreitete, wird über das Budget der PA finanziert. Die PA wiederum erhält erhebliche finanzielle Unterstützung aus Europa, darunter auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Am 22. Mai sprach Harb während eines im Fernsehen übertragenen Freitagsgebets über den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Im Verlauf seiner Ansprache richtete er folgendes Gebet an Allah:
„O Allah … schenke uns den Sieg über die ungläubigen Völker … Lass keinen Unterdrücker zurück, ohne ihn zu zerschmettern. O Allah, schlage Deine Feinde und die Feinde Deiner Religion … O Allah, zähle sie und töte sie einen nach dem anderen, und verschone keinen einzigen.“
Es besteht kaum Zweifel daran, wen Harb durch Allah bis auf den letzten Mann und die letzte Frau töten lassen möchte. Bereits am 10. Januar 2025 hatte er in einer ähnlichen, auf PA TV ausgestrahlten Ansprache ausdrücklich die Juden als jene Feinde bezeichnet, die getötet werden sollen.
Westliche Geberstaaten haben der Palästinensischen Autonomiebehörde in den vergangenen Jahrzehnten Milliardenbeträge zur Verfügung gestellt. Während dieser gesamten Zeit unterhielt die PA ein Schulsystem, in dem Kinder mit Judenhass und Jihad-Ideologie indoktriniert werden. Auch in den offiziellen Medien der PA wird regelmässig zu Gewalt aufgestachelt. Zudem betreibt die PA ein «Pay-for-Slay»-Belohnungssystem, das Personen und Familien finanziell unterstützt, die Terroranschläge gegen Israelis verübt haben. Europäische Steuergelder fliessen damit in einen Haushalt, der eine der intensivsten staatlich geförderten antisemitischen Kampagnen seit dem Ende des nationalsozialistischen Deutschlands mitträgt.
Nachdem die Hamas am 7. Oktober rund 1200 Israelis ermordet hatte, wurde das Massaker von führenden Vertretern der PA und der Fatah öffentlich verherrlicht. Nur wenige Wochen später erklärte das Religionsministerium der PA, die Vernichtung der Juden gehöre zu den religiösen Pflichten der Muslime. Seither wurden auf dem offiziellen Fernsehsender der PA wiederholt Aufrufe zur Tötung von Juden ausgestrahlt.
Vor dem Freitagsgebet vom 20. Oktober 2023 verschickte das Religionsministerium der PA Richtlinien für die Predigten in den Moscheen. Darin war unter anderem folgender Hadith enthalten:
„Die Stunde [der Jüngste Tag] wird nicht kommen, bevor die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: O Muslim! Hinter mir versteckt sich ein Jude, komm und töte ihn!“
Dieser Hadith findet sich auch in der Charta der Hamas. Er gehört zu den am häufigsten zitierten antisemitischen Texte der islamischen Überlieferungen im israelisch-palästinensischen Konflikt und ist regelmässig auf antiisraelischen Demonstrationen sowie in islamistischen Predigten zu hören. Ein Hadith ist eine mündliche Überlieferung von Aussprüchen und Handlungen des Propheten Mohammed.
Trotz dieser Aufrufe zum Massenmord wurden die internationalen Finanzhilfen an die PA nach Oktober 2023 nicht eingestellt. Vielmehr wurden zahlreiche Unterstützungsprogramme fortgeführt oder ausgeweitet.
Die Ausschnitte aus PA TV wurden von der Organisation Palestinian Media Watch aus dem Arabischen ins Englische übersetzt.



