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Israelischer Rüstungsgigant mit Milliardenvertrag in Europa

Die Büros von Elbit Systems in Jerusalem. (Foto: Flash90)
Elbit Systems hat sich erneut einen Milliardenauftrag in Europa gesichert.

Der israelische Rüstungsgigant Elbit Systems hat einen neuen Grossauftrag im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro erhalten, um das Militär eines europäischen Landes zu modernisieren, berichtet die Times of Israel. Um welches Land es sich handelt, wurde nicht öffentlich gemacht.

Der auf fünf Jahre angelegte Vertrag zeigt erneut, wie stark europäische Demokratien zunehmend auf israelische Verteidigungstechnologie setzen, um ihre eigene Souveränität in einer unsicheren Welt zu sichern.

Der Auftrag wurde am Dienstagmorgen bekannt gegeben, als Elbit starke Geschäftszahlen für das erste Quartal präsentierte. Das israelische Unternehmen erlebt derzeit eine massive weltweite Nachfrage nach seinen Kampfsystemen. Der Auftragsbestand hat inzwischen mehr als 300 Milliarden norwegische Kronen erreicht.

Hochtechnologie für Europas Verteidigung

Im Rahmen des umfangreichen Modernisierungspakets soll das nicht genannte europäische Land mit autonomen unbemannten Fahrzeugen, bodengestützten elektronischen Kampfführungssystemen (EW) sowie präzisionsgelenkter Munition für Artillerie- und Luft-Boden-Einsätze ausgerüstet werden.

All dies soll über Elbits fortschrittliches SDR-System verbunden werden – eine moderne Form militärischer Kommunikationsfunktechnik, bei der grosse Teile traditioneller Hardware durch Software ersetzt werden.

Laut Elbit wird dadurch die Verteidigungskraft des Käuferlandes in eine hochintegrierte Hightech-Armee verwandelt, mit deutlich gesteigerter Überlebensfähigkeit und Schlagkraft auf dem Gefechtsfeld.

«Unsere nachgewiesene Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Streitkräften auf der ganzen Welt sowie unsere starke interne Entwicklungskapazität und technologische Spitzenkompetenz treiben die steigende Nachfrage nach unseren Lösungen weiter an», sagte Elbit-CEO Bezhalel «Butzi» Machlis.

Er ergänzte, dass die kampferprobte Technologie des Unternehmens Elbit zu einem besonders geschätzten Partner für langfristige nationale Modernisierungsprogramme mache.

Grosses Vertrauen in Europa trotz Boykottkampagnen

Während anti-israelische Aktivisten und einzelne Politiker in Europa regelmässig Boykotte und Waffenembargos gegen den jüdischen Staat fordern, zeigen die tatsächlichen Entscheidungen europäischer Verteidigungsbehörden ein völlig anderes Bild.

Zudem dürfte es für viele Länder schwierig werden, auf israelische Verteidigungstechnologie zu verzichten, da diese inzwischen tief in moderne Waffensysteme integriert ist.

Seit Russlands Invasion in die Ukraine und den zunehmenden sicherheitspolitischen Spannungen in Europa haben sich zahlreiche europäische Staaten an Israel gewandt, um kritische Lücken in ihren Verteidigungsfähigkeiten zu schliessen. Elbit Systems konnte dabei eine ganze Reihe milliardenschwerer Aufträge sichern:

  • Schweden und Deutschland: Elbit lieferte moderne Kommunikationssysteme, Digitalisierungslösungen und Schutzsysteme für Militärflugzeuge sowohl an die schwedischen Streitkräfte als auch an die deutsche Luftwaffe.
  • Griechenland: Elbit gab kürzlich einen Auftrag im Wert von rund 7,5 Milliarden norwegischen Kronen bekannt, um das hochpräzise Raketensystem PULS (Precise & Universal Launching System) an die griechischen Streitkräfte zu liefern.
  • Dänemark und die Niederlande: Beide Länder entschieden sich in den vergangenen Jahren für das israelische PULS-Artilleriesystem, um ihre militärische Schlagkraft wiederaufzubauen, nachdem ältere Systeme an die Ukraine abgegeben worden waren.
  • Milliardenaufträge im Rekordtempo: Allein im August 2025 erhielt Elbit einen ähnlichen Megaauftrag in Europa im Wert von 17 Milliarden norwegischen Kronen für militärische Digitalisierung, netzwerkbasierte Kampfsysteme und Aufklärungslösungen (C4ISR). Ende 2024 unterzeichnete das Unternehmen zudem einen Vertrag im Wert von 3,5 Milliarden norwegischen Kronen zur Lieferung von PULS-Raketenwerfern und den fortschrittlichen Hermes-900-Drohnen an ein europäisches Land.
  • Die Schweiz setzt bei ihrem Aufklärungsdrohnensystem ADS 15 auf die israelische Firma Elbit Systems, deren Hermes-900-Drohnen der Schweizer Armee künftig moderne Luftaufklärung und Echtzeit-Überwachung grosser Gebiete ermöglichen sollen.
    • Elbit Systems liefert zudem Verteidigungstechnologie und militärische Ausrüstung an mehrere europäische Staaten, die ihre Armeen derzeit umfassend modernisieren.

Die Geschichte zeigt: Sobald europäische Staaten mit realen Sicherheitsbedrohungen konfrontiert werden, wiegt der Bedarf an israelischer Spitzentechnologie und kampferprobter Ausrüstung deutlich schwerer als ideologische Boykottforderungen.

Die israelische Rüstungsindustrie bleibt damit ein fundamentaler Pfeiler für die Sicherheit und Verteidigungsbereitschaft der westlichen Welt.