Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden sollen künftig verhaftet und aus dem Libanon ausgewiesen werden, falls sie sich im Land aufhalten. Das erklärte der libanesische Informationsminister Paul Morcos laut Reuters.
Auch sämtliche militärischen Aktivitäten der Revolutionsgarden im Libanon sollen verboten werden. Festgenommene Mitglieder der Organisation sollen anschliessend aus dem Land deportiert werden.
Die libanesische Regierung habe zudem beschlossen, dass iranische Staatsbürger künftig nicht mehr visumfrei in den Libanon einreisen dürfen.
Premierminister Nawaf Salam erklärte ausserdem, der Libanon sei es leid, dass die vom Iran unterstützte Hisbollah das Land im Auftrag Teherans in Kriege und Konflikte hineinziehe.
Die libanesische Terrororganisation Hisbollah gilt faktisch als verlängerter Arm des iranischen Regimes. Die Revolutionsgarden unterstützen sie mit Waffen, Ausbildung und finanziellen Mitteln.
Am Donnerstag veröffentlichte das israelische Militär eine Evakuierungswarnung für grosse Teile des südlichen Beiruts, einer Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte die Miliz in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Israel abgefeuert.
Gleichzeitig entsandte die Hisbollah ihre Eliteeinheiten an die Grenze zu Israel, um israelische Soldaten zu konfrontieren, die die Grenze überschritten haben sollen, berichtet die Jerusalem Post.


