Der Muslimin Türkü Avci wurde das Leben auf den Kopf gestellt, nachdem sie sich als Zionistin bezeichnet hatte. Sie fürchtet, getötet zu werden, wenn sie in die Türkei zurückkehrt.
Vor fünf Jahren zog die Muslimin Türkü Avci von der Türkei nach Israel, um an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu studieren, mit dem Ziel, Journalistin zu werden.
Die Studienzeit in Israel verlief problemlos, doch kürzlich wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt. Denn nachdem sie in einem Instagram-Video mit dem israelischen Influencer Tal Oran aufgetreten war, erlebte sie eine Welle des Hasses aus ihrem Heimatland.
Kurz nachdem das Video veröffentlicht worden war, ging es in ihrem Heimatland viral. Tausende Kommentare von Türken forderten, dass Avci verhaftet werden solle. Andere sprachen sich schlicht dafür aus, dass sie getötet werden müsse.
„Es wurde ein Haftbefehl gegen mich erlassen“, sagt Avci gegenüber der Jerusalem Post.
Obwohl sie damit gerechnet hatte, dass das Video gewisse Reaktionen auslösen würde, hatte sie nicht erwartet, dass die Sache ein derart grosses Ausmass annehmen würde. Anfangs war Avci nicht besonders besorgt, doch dann begannen Menschen in den sozialen Medien – und sogar Journalisten – Fotos ihrer Eltern, deren Ausweispapiere und andere persönliche Informationen zu verbreiten.
„Da begann ich, wirklich Angst zu bekommen“, erzählt sie.
Mit der Zeit wurde die Flut an Nachrichten und Drohungen, die sie in den sozialen Medien erhielt, überwältigend. Ihr wurde damit gedroht, sowohl vergewaltigt als auch getötet zu werden.
Originalquelle bei Miff.no (norwegisch)


