Eine Quelle im Weißen Haus hält die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs auf das iranische Regime für 90 Prozent. Vermutlich wird auch Israel an dem Angriff teilnehmen. Eine größere und lang andauernde Militäroperation gegen das iranische Regime könnte unmittelbar bevorstehen, schreibt die üblicherweise gut informierte Nachrichtenplattform Axios.
In den vergangenen Wochen hat das US-Militär seine Präsenz im Nahen Osten stark ausgebaut, unter anderem mit Tankflugzeugen, Kampfjets und Flugzeugträgern. In den letzten 24 Stunden haben die USA über 50 Kampfflugzeuge von Basen in den USA und in Europa in den Nahen Osten verlegt.
Gleichzeitig mit dem Truppenaufbau laufen diplomatische Bemühungen und indirekte Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Anfang dieser Woche wurde die zweite Verhandlungsrunde abgeschlossen, doch die USA haben den Eindruck, dass Iran nicht mit ehrlichen Absichten verhandelt. Ein Berater von Donald Trump sagt, der Präsident „beginnt, die Geduld zu verlieren“.
Sollten die USA zu dem Schluss kommen, dass die Verhandlungen keine Ergebnisse bringen, ist Trump laut Axios bereit, grünes Licht für eine Militäroperation zu geben. Eine Quelle im Weißen Haus schätzt, dass „eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit“ besteht, dass es in den kommenden Wochen zu einem Angriff kommt.
Gleichzeitig gibt es Personen im Umfeld Trumps, die von einem Angriff abraten.
Die Quelle sagt weiter, dass es wahrscheinlich zu einem gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran kommen wird, größer als der Krieg im vergangenen Sommer. Dieser dauerte insgesamt zwölf Tage.
Eine der Axios-Quellen bemerkt, dass der Krieg schneller ausbrechen könnte, als die meisten erwarten, und zudem deutlich größer und heftiger ausfallen könnte als angenommen.
Zwei israelische Quellen behaupten, Israel sei darauf vorbereitet, dass „innerhalb von Tagen“ ein Krieg ausbrechen könnte, und fügen hinzu, Israel strebe eine Operation mit dem Ziel an, das gesamte Regime zu stürzen. Der Iran-Experte Sagiv Asulin meint, wir stünden nun an einem Wendepunkt im Nahen Osten.
Er sagt, Trump könne sich nun als der Mann in die Geschichtsbücher einschreiben, der den Nahen Osten vom extremistischen Klerus in Teheran befreit hat.
Ob er das wird, könnten wir schon in kurzer Zeit erfahren.


