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Iran verstärkt die Sicherheit an wichtiger Atomanlage

Ein Satellitenbild der iranischen Atomanlage Natanz aus dem Jahr 2021. (Foto: Planet Lab)

Tief im Inneren eines Berges befindet sich Irans letzte unbeschädigte Atomanlage.

Nachdem das iranische Regime im Januar brutal gegen Demonstrationen im Land vorging, bei denen Zehntausende Menschen getötet worden sein könnten, haben die USA große militärische Ressourcen in den Nahen Osten verlegt. Der Aufmarsch erfolgt, nachdem US-Präsident Donald Trump das Regime gewarnt hatte, keine Demonstranten zu töten.

Derzeit laufen indirekte Verhandlungen zwischen Iran und den USA. Trump sagt, er hoffe auf eine diplomatische Lösung der Situation. Gleichzeitig sind die USA bereit, einen militärischen Angriff auf Iran durchzuführen, falls die Verhandlungen scheitern.

Hochauflösende Satellitenbilder von Irans größter und wichtigster verbliebener Atomanlage zeigen nun, dass das iranische Regime in letzter Zeit daran gearbeitet hat, die Anlage besser gegen einen möglichen amerikanischen oder israelischen Luftangriff zu sichern, so das Institute for Science & International Security (ISIS).

Satellitenbilder vom 10. Februar scheinen zu zeigen, dass das Regime in Iran in den vergangenen Wochen die Verteidigung eines riesigen Tunnelkomplexes in der Nähe der Atomanlage Natanz verstärkt hat, schreibt die Jerusalem Post. Natanz war bis zum Krieg gegen Israel im vergangenen Sommer die wichtigste Anlage im iranischen Atomprogramm.

Große Teile der Natanz-Anlage, einschließlich der damaligen Zentrifugen, wurden bei den israelischen Verteidigungsanschlägen zerstört, nicht jedoch die große Berganlage.

Die Arbeiten an der Anlage, die in einen Berg gebaut ist, begannen im Jahr 2021. Im darauffolgenden Jahr wurde sie öffentlich bekannt, nachdem Satellitenbilder die Ausgrabungen enthüllt hatten. Laut ISIS ist die enorme unterirdische Anlage vermutlich noch nicht in Betrieb.

Dennoch gibt es Befürchtungen, dass diese Anlage zur Urananreicherung oder im schlimmsten Fall zur Entwicklung und Erprobung von Atomwaffen genutzt werden könnte. Der riesige unterirdische Komplex ist nun die größte verbliebene Atomanlage im Iran.

Die Anlage ist so tief im Berg gebaut, dass es für Israel oder die USA sehr schwierig wäre, sie zu zerstören. Sie liegt tiefer unter der Erde als die Fordow-Anlage, die die USA im vergangenen Juni mit sogenannten „Bunkerbrecher“-Bomben bombardierten.

Israel verfügte nicht über ausreichend starke Bomben, um die Anlage zerstören zu können.

Die neuen Satellitenbilder zeigen, dass zwei der Eingänge zur unterirdischen Anlage außerhalb von Natanz in letzter Zeit verstärkt wurden. Satellitenbilder zeigen außerdem eine rege Aktivität am Ein- und Ausgang der Anlage.

Was sich im Inneren des Berges befindet, wissen nur wenige.

Sollten die USA letztlich keinen Angriff auf Iran durchführen, könnte Israel dies tun. Falls das iranische Regime Israels rote Linie überschreitet, liegen die Angriffspläne bereit.