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Hisbollah hat ihre Waffen nicht fristgerecht abgegeben

Zehntausende nahmen am 23. Februar 2025 an der Beerdigung der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah und Hashem Safieddine teil. Die libanesische Terrororganisation war nach über einem Jahr Krieg gegen Israel schwer getroffen worden. (Foto: Flash90)

Die Signale für neue Verteidigungsoperationen gegen Hisbollah werden deutlicher.

Am Mittwochabend endete das Jahr 2025. Damit lief auch die von den USA gesetzte Frist für eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah im Libanon ab.

Am Donnerstag berichteten libanesische Quellen, dass Hisbollah eine letzte Chance zur Entwaffnung erhalten habe. Die Botschaft sei über Ägypten, Katar und die Türkei übermittelt worden, meldet die arabischsprachige Zeitung Asharq al-Awsat. Die Warnung war unmissverständlich: Sollte Hisbollah ihre Waffen nicht abgeben, werde der Libanon politisch und wirtschaftlich isoliert, und es drohe ein neuer Krieg, der Hisbollah-feindliche Stimmungen in der libanesischen Bevölkerung weiter verstärken würde.

Die Signale aus Jerusalem sind noch deutlicher. „Die IDF warten darauf, dass [Ministerpräsident] Benjamin Netanyahu den Befehl für eine mehrtägige militärische Operation gegen Beirut gibt“, schrieb Israel Hayom am 31. Dezember.

Der israelische Nachrichtendienst behauptet, Hisbollah habe das Waffenstillstandsabkommen vom November 2024 mehr als zweitausendmal verletzt. In schiitisch-muslimischen Dörfern und auf Liegenschaften im Süden des Libanon sei die Präsenz der Hisbollah weiterhin beträchtlich.

Israel hat seit dem Waffenstillstand im November 2024 rund 390 Luftangriffe im Libanon durchgeführt. Ziel war es, den militärischen Wiederaufbau der Hisbollah zu verhindern. Nach Einschätzung der israelischen Aufklärung verfügt Hisbollah jedoch weiterhin über mehrere Hundert bis einige Tausend Terroristen südlich des Litani-Flusses.

Hisbollah griff Israel am 8. Oktober 2023 an. Am 17. September 2024 intensivierte Israel den Kampf gegen die Terrororganisation, indem es Tausende Hisbollah-Terroristen durch Explosionen von Personenrufgeräten traf. In den folgenden Wochen wurde ein grosser Teil der militärischen Führung der Hisbollah ausgeschaltet, darunter auch der Anführer Hassan Nasrallah.