Search

Leben in Israel kehrt langsam zur Normalität zurück

Israelis joggen und angeln nördlich von Tel Aviv am 6. März 2026. (Foto: Flash90)

Die Zahl der aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Raketen nimmt von Tag zu Tag ab. Nun werden mehrere Einschränkungen gelockert, und viele Menschen sind wieder auf den Strassen unterwegs.

Der Alltag kehrt langsam nach Israel zurück, obwohl sich das Land weiterhin im Krieg mit dem iranischen Regime und dessen Verbündeten Hisbollah im Libanon befindet. Am Freitag wurden mehrere der landesweiten Beschränkungen gelockert.

Geschäfte haben wieder geöffnet, nachdem sie fünf Tage lang geschlossen waren. Am Sonntag soll zudem der Luftraum teilweise für ein- und ausgehende Flüge geöffnet werden. Zunächst sind maximal zwei Abflüge pro Stunde sowie höchstens 50 Passagiere pro Flug erlaubt.

Der Grund für die Lockerungen liegt darin, dass der Iran weniger ballistische Raketen auf Israel abfeuert. Als der Krieg am Samstag ausbrach, wurde Israel mit rund 90 ballistischen Raketen angegriffen. Am darauffolgenden Tag sank die Zahl auf etwa 60 Raketen. Inzwischen liegt sie bei rund 20 pro Tag.

Israelis auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv am 6. März 2026. (Foto: Flash90)

Israel erklärt, bislang mehr als 300 iranische Abschussrampen für ballistische Raketen zerstört zu haben, etwa 60 Prozent der gesamten Kapazität. Die USA geben an, dass die Zahl der iranischen Raketenangriffe seit dem ersten Kriegstag um rund 90 Prozent zurückgegangen sei.

Trotz der Lockerungen betonen die Behörden, dass sich die Lage jederzeit kurzfristig ändern kann. Am Freitagnachmittag heulten in Teilen Israels erneut die Raketenalarme, doch bislang gibt es keine Berichte über Einschläge oder Schäden.

Viele Arbeitsplätze haben inzwischen wieder geöffnet, die Schulen bleiben jedoch weiterhin geschlossen.

Nach Angaben des israelischen Finanzministeriums kostet ein vollständiger Stillstand der israelischen Wirtschaft rund 3 Milliarden Euro pro Woche.