Israel hat bislang rund 450 Angriffe auf Ziele der Hisbollah durchgeführt.
Fast 500’000 Unterstützer der libanesischen Terrororganisation Hisbollah haben wegen des anhaltenden Krieges ihre Häuser im Süden des Libanon, in der Hauptstadt Beirut und in anderen Teilen des Landes verlassen. Das berichtet die Jerusalem Post.
Die israelischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die vom Iran unterstützte Terrorgruppe in den vergangenen Tagen deutlich verstärkt, nachdem sich die Hisbollah auf der Seite Irans in den Krieg eingeschaltet hat. Am Montag feuerte die Miliz mehrere Raketen auf die nordisraelische Stadt Haifa ab.
Seither hat die Terrororganisation ihre Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel weiter intensiviert.
Am Donnerstag forderte die israelische Armee die Bewohner des südlichen Beiruter Vororts Dahieh, einer Hochburg der Hisbollah, zur Evakuierung auf. Spät am Donnerstagabend und während der Nacht wurden 26 Ziele in Dahieh bombardiert. Auch im Süden des Libanon kommt es zu Gefechten zwischen der israelischen Armee und Hisbollah-Kämpfern.
Ein israelischer Soldat wurde bei den Kämpfen schwer verletzt, ein weiterer erlitt mittelschwere Verletzungen.
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 115 Luftangriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon durchgeführt. Insgesamt kam es in der vergangenen Woche zu rund 450 Angriffen.
Dies setzt die Hisbollah und das iranische Regime im Libanon zunehmend unter Druck. Viele Libanesen sind frustriert darüber, dass die Hisbollah das Land erneut in einen Krieg hineingezogen hat. Die libanesische Regierung ist inzwischen sogar so weit gegangen, die iranischen Revolutionsgarden zu verbieten.
Israel fordert, dass die Hisbollah ihre Waffen niederlegt und entwaffnet wird. Auch die libanesische Regierung hat die Organisation dazu aufgefordert.
In den vergangenen Tagen sollen zudem mehrere Dutzend Offiziere der iranischen Revolutionsgarden den Libanon verlassen haben, unter anderem aus Angst vor gezielten israelischen Angriffen.
Am Freitagnachmittag veröffentlichte die israelische Armee ausserdem eine Evakuierungswarnung für Teile der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon, einem weiteren Gebiet mit starker Präsenz der Hisbollah.


