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Neue Drohkulisse gegen Israel: Ankara und Islamabad verschärfen den Ton

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif positionieren sich mit bedrohlichen Aussagen gegen Israel.
Bedrohliche Aussagen aus der Türkei und Pakistan verschärfen die Spannungen: MIFF warnt vor einer neuen sunnitischen Staatenfront gegen Israel.

Die verbale Eskalation gegenüber Israel nimmt weiter zu. Gleich zwei hochrangige Vertreter muslimischer Staaten haben in den letzten Tagen mit scharfen und teils kriegerischen Aussagen aufhorchen lassen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stellte am Sonntag in einem Gespräch mit Journalisten offen militärische Schritte gegen Israel in Aussicht. Man müsse stark sein, um Israel zu stoppen, sagte Erdogan, und zog dabei direkte Parallelen zu früheren militärischen Interventionen der Türkei in Karabach und Libyen. Es gebe «nichts, was uns daran hindert», dies auch in Israel zu tun, erklärte er wörtlich. Dies stellt nichts weniger als eine offene Drohung einer Invasion dar.

Nur drei Tage zuvor sorgte auch der Verteidigungsminister von Pakistan, Khawaja Asif, für Empörung. In einer öffentlichen Stellungnahme auf X bezeichnete er Israel als «Krebsgeschwür».

Khawaja Asifs X-Beitrag, bevor er gelöscht wurde.

🟦 MIFF kommentiert

Eine zunehmend aggressive Front sunnitischer Staaten gegen Israel ist im Begriff, sich zu formieren. Während der Fokus der internationalen Aufmerksamkeit stark auf den Iran gerichtet ist, droht sich im Hintergrund eine neue geopolitische Dynamik zu formieren, bei der die Türkei eine führende Rolle einnimmt und ihre neo-osmanischen Machtansprüche im Nahen Osten offensiv vorantreibt, flankiert von Pakistan, Ägypten und Katar.

Selbst wenn der Iran durch den aktuellen Krieg stark geschwächt worden ist, könnte eine neue Achse um die Türkei entstehen, die Israel einkesselt und den Konflikt weiter anheizt. Der Ton und die Drohungen werden rauer.