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Deutsche Steuergelder fördern NGO, die Israel tilgen will

Screenshot des Zwischenspots, der am 19. Februar im offiziellen Fernsehen der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgestrahlt wurde.

Burj Luq Luq Social Centre Society ist eine palästinensische NGO, die Fördermittel von der UNO, der EU, Kanada, Irland, Belgien, Schweden und Deutschland erhält. Ihr Direktor bezeichnet Israel als okkupiertes Land. Ihr Werbematerial befeuert den palästinensischen Widerstandskampf.

Auf ihrer Webseite gibt sich die Organisation als gemeinnützig und fördert Sport-, Spiel- und Bildungsaktivitäten für Kinder und Jugendliche im arabischen Bab-Huttah-Viertel in Ost-Jerusalem. Ein kurzer, animierter Zwischenspot, den die Organisation zum Anlass des diesjährigen Ramadan veröffentlicht hat, gibt nun Anlass zum Aufruhr. Eine Szene spielt sich in einer gewölbten Gasse in der Altstadt von Jerusalem ab, in der Kinder spielerisch laufen:

  1. Auf der Steinwand über einem Torbogen ist ein Graffiti zu sehen, das eine Karte von „Palästina“ zeigt. Nur dass dort ganz Israel in den Farben der palästinensischen Flagge dargestellt ist.
  2. Um die Karte herum steht geschrieben: „Wir bleiben hier, geht und trinkt aus dem [Mittel-]Meer“. Die Aussage referenziert den alten arabischen Kampfruf: «Wir werden die Juden ins Meer treiben».
  3. Auf der linken Wand ist ein Graffiti eines im Palästinensertuch drapierten Mannes zu sehen, der eine Steinschleuder hält – deutlich als «Widerstandskämpfer» stilisiert. Der Spot endet mit dem Text: „Palästina vereint uns.“
  4. Der Direktor von Burj Luq Luq Social Centre Society, Herr Muntasir Dkeidek, meldet sich im Video zu Wort und sagt: „Das grosse Palästina ist das Westjordanland, es ist das gesamte geliebte Gebiet Palästinas, es sind die Ländereien Palästinas, die 1948 besetzt wurden, ebenso wie der geliebte Gazastreifen.“

🟦 MIFF kommentiert

Der humanitär-industrielle Komplex des Westens wird immer wieder dabei ertappt, Dschihad und Widerstand gegen Israel unwissentlich zu fördern, scheint aber nie daraus lernen zu wollen. Sein Unwissen schützt jedoch nur bedingt vor Schuld, denn auch wer fahrlässig handelt, macht sich schuldig, denn er hätte wissen sollen.

Ob es um die Nutzung von Krankenhäusern in Gaza für militärische Zwecke durch die Hamas geht, um die Auszahlung von «Pay for Slay»-Mitteln an palästinensische Terroristen durch die PA oder nun erneut um die Unterstützung von NGOs, die Krieg und Aufstand gegen Israel anstacheln – westliche Hilfsorganisationen zeigen sich immer wieder auf einem Auge blind. Es gelingt ihnen schlichtweg nicht, Friedenswillen und Verantwortungsbereitschaft von der palästinensischen Seite des Konflikts einzufordern. Sie lassen Dschihad zu oder sie sehen ihn gar nicht – sie handeln fahrlässig.

Extra pikant ist die jüngste Entdeckung zu Burj Luq Luq Social Centre Society deshalb, weil die Organisation tragend von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt wird. Die GIZ ist eine Organisation der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), die im Auftrag verschiedener Ministerien der Bundesrepublik Deutschland international tätig ist.

Mit anderen Worten: Das Land, das den Holocaust zu verantworten hatte und danach Israels Existenz zur Staatsräson erhoben hat, lässt seine Steuerzahler den palästinensischen Widerstandskampf gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt finanzieren.

Im Namen des Guten, versteht sich.

Über den Autor: 

Dr. philos. Jens Tomas Anfindsen unterrichtet seit vielen Jahren in den Bereichen Religion, Philosophie und Ethik. Er ist Leiter von MIFF DACH und Redakteur von Israelfrieden.org.